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Christina Reim
travelinspector
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Chile -Von der Atacama Wüste bis nach Patagonien Unterwegs im längsten Land der Erde

Hier findet jeder Landschaftsliebhaber etwas nach seinem Geschmack. Viel unterschiedlicher kann ein einziges Land nicht sein. Von der Wüste, den Sandstränden, kristallklaren Seen, Gletschern, Vulkanen und Bergen wohin das Auge schaut bis hin zu Regenwäldern und einem grandiosen Sternenhimmel….Chile ist faszinierend

Los geht´s: Mit Iberia kommen wir am Morgen in Santiago de Chile, der Hauptstadt Chiles, an. Ein erster Spaziergang durch die Innenstadt zum Plaza del Armas sowie die Fahrt auf den Berg San Cristobal, von dem man einen wundervollen Blick auf die Metropole hat, steht an.

Am nächsten Morgen fliegen wir weiter nach Calama, dem Tor zur wohl trockensten Wüste der Welt, der Atacama Wüste. Hier verbringen wir 4 ganze Tage mit Ausflügen in der Wüstenregion, die mich total beeindruckt hat. Die eindrucksvollen Steinformationen, die extrem trockene Luft (noch nie hat sich die Haut so trocken angefühlt wie hier), der einzigartige klare Sternenhimmel in der Nacht und natürlich die Geysire und Vulkane, sowie die farbenprächtigen Sonnenauf- und Untergänge welche die Gesteinsformationen, die fast schon wie Mondlandschaften wirken, in allen nur möglichen Farbtönen schimmern lassen. Von unserer Unterkunft Hotel Don Raul in San Pedro de Atacama erkunden wir erst die kleine Wüstenstadt zu Fuß und leihen uns ein Fahrrad für einen halben Tag. Wir radeln bis zur Diabloschlucht. Die Landschaft ist mit ihren Steinformationen faszinierend ganz besonders auf dem Rückweg, als die Sonne deutlich tiefer steht. Es empfiehlt sich in dieser Region immer genügend Trinkwasser mitzunehmen aufgrund der extremen Trockenheit. Oder man hält so wie wir an einer Saftbar inmitten der Gesteinswüste und genießt einen Sundowner. Weitere Ausflüge und Wanderungen buchen wir direkt in San Pedro de Atacama, hier wimmelt es von kleinen Reiseunternehmen, die ihre Ausflüge an den Mann bringen möchten. Besonders zu empfehlen sind die Ausflüge in das Valle de Arcoiris (Regenbogental), die Salzwüste Salar de Atacama mit den Flamingo Lagunen, dem Valle de la Luna (Mondtal), sowie dem Coyote Felsen (ein Foto auf dem über den tiefen Canyon ragenden Felsen ist was für besonders Mutige) und dem Valle de la Muerte (Tal des Todes). Hier kann man auch Sandboarden. Die Festungen Quitor und Tulor besuchen wir auch.

Bevor wir zurück in die Hauptstadt fliegen, starten wir am frühen Morgen unsere Fahrt zu den Tatio-Geysiren, die wir pünktlich zum Sonnenaufgang erreichen. Das Geysirfeld liegt auf einer Höhe von 4300m (Teil der Andenkette, am Fuß des Vulkankraters El Tatio …heute sind hier -10Grad Lufttemperatur) und hier sprudeln die rund 86 Grad heißen Quellen und spucken zahlreiche aktive Geysire ihre Fontänen in die Luft. Raus aus den dicken Winterklamotten, rein in die Badesachen und ab ins warme Thermalwasser des Freibades! Es gibt auch Umkleidekabinen. Einfach mal im heißen Wasser baden und auf die schneebedeckten Anden gucken. Anschließend braucht man sich gar nicht mehr so warm anziehen. Es lohnt sich! Nach einem Besuch der Wüstendörfer Caspana und Chiu Chiu fliegen wir von Calama nach Santiago de Chile.

Am nächsten Tag unternehmen wir einen Tagesausflug nach Vina del Mar und der Künstlerstadt Valparaiso (ca 1,5 Stunden von Santiago de Chile entfernt), die malerischen Küstenorte direkt am Pazifik. Die farbenfrohe Stadt Valpariso lädt zum Bummeln und Staunen ein. Wo immer man auch hinschaut: bunte Mosaike, künstlerisch wertvoll bemalte Fassaden und bunt gestrichene Häuser. Ich möchte am liebsten auch den Pinsel zur Hand nehmen und mich verewigen. Valparaiso liegt auf den Hügeln um die weite Bucht über dem Hafen und wird von vielen Schrägaufzügen durchzogen, die die Unter-und Oberstadt verbinden und uns einige steile Auf-bzw. Abstiege erleichtern. Wer die hochmoderne Stadt Santiago de Chile hinter sich lassen will, sollte unbedingt einen Abstecher nach Valparaiso ans Meer machen und sich von dem farbenfrohen Gassen, Plätzen und Treppen inspirieren lassen.

Wir fliegen weiter nach Temuco und fahren mit dem Bus nach Pucon am Lago Villarica. Hier besuchen wir  eine Mapuche Familie, die uns ihre Traditionen erklärt und essen gemeinsam Mittag. Eigentlich hätten wir hier am Lago Villarica die Möglichkeit gehabt, den Villarica Vulkan bei einer 9-stündigen schweren Wanderung zu besteigen, da der Vulkan allerdings vor einigen Monaten im März 2015 ausgebrochen ist, wurden alle Wanderungen erstmal abgesagt. Pucon ist ein wenig unserer Alpenregion nachempfunden, was die Architektur der Häuser angeht. Auf den Vulkan Villarica hat man von überall in der Stadt und vom  See aus einen wundervollen Blick. Wir fahren zum Sonnenaufgang auf den See hinaus (immer mit Blick auf den schneebedeckten Vulkan). Einige von uns gehen wandern. Wir verbringen einen Tag in Pucon und erholen uns am Villarica See.

Weiter geht es mit dem öffentlichen Bus nach Puerto Varas, wo wir nach einer ca. 4 ½ stündigen Fahrt ankommen. Auch Puerto Varas ist an einem See gelegen (Lago Llanquihue) und kann wunderbar zu Fuß erkundet werden. Ausflüge in die Umgebung lohnen sich aber noch mehr. Wir fahren in den  Parque Nacional Alerce Andino und wandern durch den artenreichen Nebelwald zu den Wasserfällen und den 3000 Jahre alten Lerchen sowie den Lagunen Chaiquenes und Los Patos. Anschließend laufen wir über die Lavafelder, die hier nach dem Vulkanausbruch des Vulkans Calbuco im April 2015 alles mit Asche und Geröll bedeckt haben. Unvorstellbar, wie die Massen alles mitgerissen haben, sogar die Lachsfabrik ist völlig verschüttet und zerstört von der Naturgewalt. Der folgende Tag bleibt wieder unvergessen. Ein weiterer Ganztagesausflug führt uns erst auf einer Wanderung zu den Petrohue Wasserfällen und nach dem Mittagessen besteigen wir den Vulkan Osorno. Mit dem Sessellift fahren wir durch die tief hängenden Wolken. Erst als wir kurz vor der Endstation ankommen, durchbrechen wir die Wolken und der blaue Himmel sowie der schneebedeckte Vulkan kommen zum Vorschein. Atemberaubend schön und wir wandern noch ein bisschen durch den Schnee immer den Blick auf den Vulkan gerichtet und in der Ferne auf die vielen anderen noch aktiven Vulkane, die über die Wolkendecke herausragen.

Von Puerto Montt fliegen wir 2 Stunden Richtung Süden nach Punta Arenas, in die südlichste Region Chiles nach Patagonien, fahren gleich weiter nach Puerto Natales: diese Hafenstadt ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Exkursionen in den Nationalpark Torre del Paine, ein absolutes Muss für jeden Chile Urlauber. Das erste Highlight ist der Grey Gletscher. Wir wandern bis wir schon in Ufernähe des Sees die ersten türkisblau schimmernden Eisberge sehen. Die unterschiedlich großen und geformten Eisblöcke wirken irgendwie unwirklich aber unendlich schön. Auf einer Bootstour kommen wir ganz nah an den Grey Gletscher heran, dessen Farben von der Nähe betrachtet im Sonnenlicht magisch erscheinen. Gewaltige Eismassen türmen sich vor uns auf und überall knackt und kracht es, als ob das Eis zu uns sprechen möchte. Manchmal kann man hier das Eis kalben sehen. Ein bisschen bin ich froh, dass dies nicht gerade passiert, als wir der hohen Gletscherwand mit dem Boot so nahe sind.

Am Nachmittag fahren wir mit dem Bootstransfer von Pudeto nach Pehoé zur Lodge Paine Grande, die wenig komfortabel und nicht ordentlich geheizt ist, uns aber nach den anstehenden Wanderungen immerhin ein Bett bereithält. Mitten im Torre del Paine Nationalpark starten wir zu Fuß durch die wundervolle Märchenlandschaft. Schroffe Granitfelsen, einsame Seen, Lagunen, dunkle Wälder und weite Ebenen . Natur wohin das Auge guckt. Nandus, Guanacos, Adler und der majestätische Kondor überall. Die zweite Nacht verbringen wir im Refugio Torre Central (auf der anderen Seite der Torres Spitzen), welches viel komfortabler und wärmer ist und um einiges kleiner als unsere vorherige Unterkunft. Wir erreichen die Unterkunft wieder mit dem Boot von Pehoé nach Pudeto und dann mit dem öffentlichen Bus nach Laguna Amarga. Das Essen im Park (nur in den Unterkünften einzunehmen) ist sehr teuer, daher empfiehlt es sich einige Snacks für die Tage, die man im Nationalpark verbringt für den kleinen Hunger zwischendurch mitzunehmen. Wir wandern entlang des Lago Nordenskjöld und einige wagen sich an die schwere Wanderung zu den Torres-Spitzen, für die man bis zu 9 Stunden einplanen sollte. Oben angekommen wird man belohnt mit einer wundervollen Aussicht und wer Glück hat auch einem traumhaften Sonnenuntergang oder einem Fuchs, der durch die Felsen und den Schnee stapft. Am Nachmittag gönnen wir uns nach all den Wanderungen eine Pause auf dem Pferderücken und genießen ein letztes Mal die wunderschöne malerische Landschaft. Ich fühle mich wie ein Gaucho.

Wir fahren zurück nach Punta Arenas, wo wir am Nachmittag ankommen. Auch hier nehmen wir uns Zeit, die südlichste Stadt Chiles zu Fuß zu erkunden. In die Altstadt zum Plaza del Armas laufen wir ca. 10Minuten von unserem kleinen aber ausreichend komfortablen Hotel. Im „La Luna“ essen die Fischfreunde heute die berühmten Königskrabben und anschließend lassen wir den Abend in der „Sky Bar“ des Dreams del Estrecho Hotels mit einem Pisco Sour abklingen. Im Hotel Carpa Manzano verbringen wir unsere letzte Nacht hier in Patagonien bevor es nach Santiago de Chile zurückgeht.

Nächstes Ziel: Osterinsel

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